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Grundanleitung für einen gehäkelten Loop in Strickoptik

Ahh, endlich Herbst. Endlich stundenlanger Regen, endlich wieder ordentlicher Wind, endlich wieder Laub, endlich wieder dicke Pullis, Kuschelsocken und Schals. Schals dürfen auf gar keinen Fall fehlen – am Besten in allen möglichen Farben und Formen und in allen Mustern dieser Welt – nur eines müssen sie sein: riesengroß und kuschelig.

Ich finde gestrickte Schals – obwohl ich viel lieber häkel als stricke – schöner. Irgendwie sind sie kompakter und klassischer. IMG_2578Und weil ich ein klein wenig beeinflussbar musste ich mir natürlich wieder ein paar Stricknadeln und Wolle für einen dicken Winterschal holen, als mein Mann angefangen hat stricken zu lernen und mir auch einen stricken. Das hat die ersten 20 Runden auch Spaß gemacht, aber man kann halt nicht vor sich selbst davon laufen: Ich bin ein Häkelmädchen. Das bleibt so. Und weil ich nicht ewig bei der Schwiegermutter oder beim Ehemann schnorren möchte, mache ich mir einfach einen gestrickten Schal mit der Häkelnadel. Wär‘ doch gelacht, wenn mein geliebter Haken das nicht gezaubert kriegt!

Der gehäkelte Loop (oder Möbius-Schal, Infinity Scarf …) hat gegenüber dem Stricken einige Vorteile: IMG_2580

  • Man arbeitet in der Länge und nicht in der Breite
  • Es ist einfacher die Breite zu bestimmen, beim Stricken muss man eventuell vor vorne anfangen wenn man sich bei der Breite über- oder unterschätzt
  • Es geht viel schneller
  • Kein Zählen, kein fancy Muster. Alles super einfach

 

Los geht’s:

Du brauchst einzig genug Wolle, eine Nadel zum Vernähen und eine Häkelnadel die zu deinem Garn passt – ich habe Wolle von Rico Design genommen und die Nadelstärke 6.
Ich gebe hier bewusst keine Wollmenge an – wie viel Du tatsächlich brauchen wirst hängt von deinem Garn ab und davon, wie groß Dein Loop werden soll. Für mein Flausch-Monster habe ich 5 Knäuel gebraucht (50 gr/90 m)
Du solltest wissen wie man Halbe Stäbchen und Luftmaschen macht.
Es dauert solange wie es dauert (oh, ich hasse diesen Satz!)  – aber im Ernst: das hängt von vielen Faktoren ab; je nach Garnstärke und Tempo und gewünschter Länge bist

Wie bereits beschrieben handelt es sich um eine Grundanleitung – das heißt bevor Du beginnst solltest Du Dich erstmal fragen wie lang Dein Loop werden soll; oder soll es doch ein Schal werden?
Wie oft willst Du deinen Loop wickeln? Meinen kann ich drei Mal um meinen Hals wickeln (er sollte halt schön warm werden – das Trauma des Winterurlaubs bei der polnischen Familie und den schnuckeligen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich stizt tief!)?

Du beginnst mit einer Luftmaschenketten, die etwas länger ist als dein Loop werden soll. Du kannst sie dir immer wieder um den Hals legen um zu gucken ob es passt.
Wenn Du Deinen Loop öfter um den Hals legen willst, solltest Du darauf achten, dass die Luftmaschenkette im Zweifel etwas länger ist; die Wolle hat ein gewisses Volumen und Du willst sicher deinen Kopf drehen und atmen können.
Falls du beim Häkeln merkst, dass Dein Loop doch etwas zu eng ist – keine Sorge, er dehnt sich mit der Zeit.

Wenn Du Deine Luftmaschenkette fertig hast, häkel zusätzlich noch zwei Wendeluftmaschen.
In der 1. Reihe häkelst du ab der dritten Maschen von der Nadel aus in jede Luftmasche ein Halbes Stäbchen bis zum Ende der Reihe. Am Ende häkelst Du wieder zwei Wendeluftmaschen und wendest die Arbeit. Die Wendeluftmaschen ersetzen gleichzeitig das erste Halbe Stäbchen der nächsten Runde.
2. Reihe: Häkel nun in das dritte Maschenglied* des Halben Stäbchens weiter Halbe Stäbchen bis zum Reihenende

Du wiederholst Reihe 2 bis Du die gewünschte Breite für Deinen Loop erreicht hast – am Ende schneidest Du den Faden ab und vernähst die beiden Enden sorgfältig miteinander.
Solltest Du Dich spontan dazu entschlossen haben einen Schal statt eines Loops zu häkeln, vernähst Du die beiden Enden natürlich nicht miteinander. Du kannst jetzt noch Fransen oder ähnliches einarbeiten.

Dritte Maschenglied* : Das dritte Maschenglied? Was? Klingt kryptisch, ist aber ganz simpel. Das dritte Maschenglied ist quasi das hintere Maschenglied des hinteren Maschenglieds – die hinterste Möglichkeit in ein halbes Stäbchen einzustechen:
Wenn das bei Dir eher Verwirrung stiftet als hilft, kannst Du Dir hier eine sehr gelungene Bildanleitung dazu ansehen. Als kleine Hilfestellung habe ich hier ein Bild für Dich:

 

IMG_2624
Die beiden Maschenglieder liegen vorne – die Masche in die Du einstechen musst liegt dahinter.

Tada – Dein Herbstloop ist fertig und weder Regen noch Wind können Dir etwas anhaben ❤ Ich hoffe Du hattest Spaß beim Häkeln – zeig mir deinen Loop/Schal doch bei Instagram: verlinke mich mit @marblerie oder #marblerie

Ich wünsche Dir einen gemütlichen Herbst!

2 Kommentare zu „Grundanleitung für einen gehäkelten Loop in Strickoptik

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